Donnerstag, 27. November 2008
Tag 30 - Delhi - Amsterdam - Berlin
Endlich der lang ersehnte Flug nach hause ... mit schlimmem Husten, aber egal. Alle Flüege planmässig und pünktliche Ankunft um 10:00 in Berlin.

An alle, die sich Sorgen wegen der Anschläge in Mumbai gemacht haben: Entwarnung! Wir haben erst hier von den Anschlägen erfahren.
Danke für eure zahlreichen Anrufe!

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Tag 29 -Kalkutta - Delhi
Frueh raus, Flug nach Delhi, 15 Stunden warten.

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Montag, 24. November 2008
Tag 28 - Kalkutta
Ausschlafen, ausgedehnt fruehstuecken, Emails checken, Blog schreiben und nebenher einer Gruppe Indern beim Dokumente faelschen am Rechner zuschauen. Danach ein Ausflug nach "Science City", einer Art Themenpark vorwiegend fuer Kinder, in dem verschiedenste Lerhpfade zu Physik, Erdgeschichte, optischen Illusionen, Evolution etc. zusammengefasst sind. Einige Sachen sind echt lustig wie zum Beispiel das Becken mit Treibsand (das leider zur Zeit erneuert wird) oder der "Evolution Walk", bei dem man durch dunkle Gaenge mit verkrusteten und pneumatisch animierten Dinosauriermodellen gefuehrt wird. Der Lehrinhalt dieses Pfades darf stark bezweifelt werden ... der Unterhaltungswert ist brilliant.
Nach einem spaeten Mittagessen/ fruehen Abendessen aufs Zimmer. Lesen, schlafen, Sachen packen. Morgen ziehen wir noch fuer eine Nacht in ein Hotel direkt neben dem Flughafen. Aufgrund unregelmaessiger Streiks kann es hier immer mal wieder vorkommen, dass man nicht zum Flughafen kommt ... dieses Risiko wollten wir nicht eingehen. Am Mittwoch Vormittag geht dann unser Inlandflug von Kalkutta nach Delhi, wo schliesslich unser eigentlicher Rueckflug startet. Hatten uns in Varanasi schon fuer diese Variante entschlossen, da der Flug 23 Stunden kuerzer und nur 50 Euro teurer als die Zugfahrt von Kalkutta nach Delhi war. Zum Abschluss der Reise also noch etwas Luxus.
Moeglicherweise ist dies mein letzter Eintrag vor unserer Rueckkehr, da ich noch nicht sagen kann, ob ich morgen nochmal Internetzugang habe. Wuenscht uns Glueck fuer die Heimreise, besonders fuer den Inlandsflug mit IndiGo ... angeblich gibts da einige Sicherheitsbestimmungen, dass man kein Handgepaeck mitnehmen darf ... und die Kameras und Filme geben wir bestimmt nicht mit ins Frachtgepaeck. Aber wie immer wirds schon irgendwie klappen.

An alle, die mir immer mal wieder geschrieben haben und mich aufgemuntert haben, als es mir schlecht ging, ein grosses Danke!
Bis bald in der Heimat,
Michi

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Tag 27 - Kalkutta
Ein graesslicher Tag!
Casey und ich sind beide mit unseren Nerven und unserer Geduld am Ende. Das permanente Umgebensein mit Dummheit, Ignoranz, mangelnder Naechstenliebe, mangelndem Sozialverhalten, mangelndem gesunden Menschenverstand und der schlichten Unfaehigkeit, die Konsequenzen des eigenen Handelns abzusehen, zehrt an den Nerven und fordert ein uebermenschliches Mass an Toleranz.
Wir haben beide unser fotografisches Projekt fuer beendet erklaert und werden nun versuchen, die verbleibenden Tage so angenehm wie moeglich zu gestalten (natuerlich haben wir unsere Kameras trotzdem immer dabei). Zur Entspannung wollten wir heute in den Zoo ... und hatten erstmal eine Beinahe-Schlaegerei mit einem Taxifahrer, der uns erstmal eiskalt angelogen und uns dann in die falsche Richtung gefahren hat, nur um anschliessend noch zu versuchen, uns abzuzocken.
Voellig aufgeregt und stinksauer von diesem Erlebnis war der Zoobesuch fuer mich keine Entspannung mehr, sondern nur noch weiterer Anlass, mich aufzuregen. Die Menschen hier rotten sich vor Tigerkaefigen zusammen, bewerfen das Tier mit Steinen und Nuessen und reizen es bis zum Aeussersten um dann bei jedem Fauchen und Knurren in johlendes Gelaechter auszubrechen. Meine Toleranz und Weltoffenheit hatte schon frueher an diesem Tag ihr Ende gefunden und so frage ich mich zu diesem Zeitpunkt nur noch, wer mehr Tier ist ... Tiger oder die groehlende Masse.
Wir verbringen den Nachmittag im Hotel. Schlafen, telefonieren, Emails checken und versuchen, nicht durchzudrehen.

Doch Indien schickt immer Hilfe, wenn man am Boden ist. Am Abend treffen wir durch Zufall auf einen hochintelligenten indischen Wirtschaftsprofessor, mit dem wir den schoensten, interessantesten und anregendsten Abend unserer ganzen Reise verbringen. Unsere Akkus sind wieder aufgeladen, unser Toleranzlevel wieder auf Anfang zurueckgestellt und wir sind gespannt, was uns die letzten beiden Tage hier erwartet.

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Tag 26 - Kalkutta
Ein toller Tag!
Gesundheitlich immer noch etwas grenzwertig unterwegs, haben wir uns heute Vormittag mit der Metro auf den Weg gemacht und haben ein neues Viertel erkundet. Sind dabei auf einen Strassenzug gestossen, der komplett mit Stroh ausgelegt ist und auf dem hunderte von Orangenhaendlern wild durcheinandersitzten und -schreien und in einem Meer aus Orangen baden. Die breite Strasse ist gesaeumt von Lastwaegen aus denen sich die schier unendlichen Oragnenstroeme ergiessen. Hab in 20 Minuten vier Filme mit Orangenverkaeuferportraits vollgemacht und 6 Orangen geschenkt bekommen. Fotografisch sicher keine Meisterleistung, aber ein tolles Erlebnis.
Danach gings ein wenig am Fluss entlang und wir hatten eine unheimliche Begegnung mit einer mutierten Kuh (der ein fuenftes Bein aus dem Ruecken gewachsen war) und einer Verrueckten.

Nachdem ich am Abend des Vortages gluecklicherweise noch Kontakt zu Andi herstellen konnte, hab ich mich gegen Mittag auf den Heimweg gemacht, um mich noch etwas fuer das Treffen am Nachmittag auszuruhen. Ein wunderbarer Ausflug und ein sehr interessanter Mensch. Nachdem er mir das Mutter Theresa Haus und das Kinderheim gezeigt und mir sehr viele Anekdoten und Geschichten dazu erzaehlt hatte, sassen wir noch lange in einer Art indischem Biergarten zusammen und haben viel ueber seinen Lebensweg und die indische Kultur und Mentalitaet gesprochen. Habe einige sehr interessante Einsichten gewonnen und kann die sehr unterschiedlichen Eindruecke meiner beiden Reisen nun etwas besser einordnen glaub ich.
Insgesamt erscheint es mir so, dass ich meine erste Reise rueckblickend sehr verromantisiert habe. Die Erfahrungen dieser zweiten Reise sind weitaus brutaler und roher gewesen. Trotzdem laesst einen das Land nie im Stich und man findet - wenn auch auf ungedachten Umwegen - immer nach was man sucht.

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Freitag, 21. November 2008
Tag 25 - Kalkutta
Schaedel brummt immer noch und die Ohren sind zu ... schaetze mal, das wird noch eine Weile so sein, aber wenigstens war ich heute wieder mit Casey unterwegs. Waren im Mother Theresa Sterbehospitz und haben versucht, Kontakt zu Andi herzustellen, einem Bankangestellten vom Tegernsee, der seit ueber 15 Jahren fuer wohltaetige Organisationen in Kalkutta arbeitet und dafuer dieses Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Leider war er heute nicht vor Ort, aber wir haben seine Nummer von einer freundlichen Schwester bekommen und bleiben dran.
Den restlichen Tag haben wir mit der erfloglosen Suche nach einem angeblichen Muellberg verbracht, in dem sich Obdachlose regelrechte Hoelen gebaut haben sollen. Die Suche nach solchen Dingen gestaltet sich hier nicht immer so einfach ...
Auf unserem Ausflug habe ich gemerkt, dass ich noch nicht wirklich wieder 100% fit bin und habs fuer heute gut sein lassen, bin ins Hotel und hab mich ausgeruht. Ich hoffe, dass ich heute oder morgen den Kontakt zu Andi herstellen kann und wir etwas mehr ueber seine Arbeit im Hospitz und mit den Strassenkindern Kalkuttas erfahren koennen.

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