Montag, 24. November 2008
Tag 26 - Kalkutta
Ein toller Tag!
Gesundheitlich immer noch etwas grenzwertig unterwegs, haben wir uns heute Vormittag mit der Metro auf den Weg gemacht und haben ein neues Viertel erkundet. Sind dabei auf einen Strassenzug gestossen, der komplett mit Stroh ausgelegt ist und auf dem hunderte von Orangenhaendlern wild durcheinandersitzten und -schreien und in einem Meer aus Orangen baden. Die breite Strasse ist gesaeumt von Lastwaegen aus denen sich die schier unendlichen Oragnenstroeme ergiessen. Hab in 20 Minuten vier Filme mit Orangenverkaeuferportraits vollgemacht und 6 Orangen geschenkt bekommen. Fotografisch sicher keine Meisterleistung, aber ein tolles Erlebnis.
Danach gings ein wenig am Fluss entlang und wir hatten eine unheimliche Begegnung mit einer mutierten Kuh (der ein fuenftes Bein aus dem Ruecken gewachsen war) und einer Verrueckten.

Nachdem ich am Abend des Vortages gluecklicherweise noch Kontakt zu Andi herstellen konnte, hab ich mich gegen Mittag auf den Heimweg gemacht, um mich noch etwas fuer das Treffen am Nachmittag auszuruhen. Ein wunderbarer Ausflug und ein sehr interessanter Mensch. Nachdem er mir das Mutter Theresa Haus und das Kinderheim gezeigt und mir sehr viele Anekdoten und Geschichten dazu erzaehlt hatte, sassen wir noch lange in einer Art indischem Biergarten zusammen und haben viel ueber seinen Lebensweg und die indische Kultur und Mentalitaet gesprochen. Habe einige sehr interessante Einsichten gewonnen und kann die sehr unterschiedlichen Eindruecke meiner beiden Reisen nun etwas besser einordnen glaub ich.
Insgesamt erscheint es mir so, dass ich meine erste Reise rueckblickend sehr verromantisiert habe. Die Erfahrungen dieser zweiten Reise sind weitaus brutaler und roher gewesen. Trotzdem laesst einen das Land nie im Stich und man findet - wenn auch auf ungedachten Umwegen - immer nach was man sucht.

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