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Samstag, 1. November 2008
Tag 5
michaelschrenk, 14:58h
11:30 Ankunft in Udaipur. Konnten gegen Ende der Hoellentour doch noch ein paar Stunden schlafen und wurden mit einem kleinen aber wunderschoenen Zimmer im Hotel unserer Wahl belohnt. Auftanken bei einem Fruehstueck auf dem Rooftop Restaurant und dann zu Fuss den Ort erkunden.
Udaipur ist beruehmt fuer die umliegenden Seen und den Inselpalast, der auch im Bond-Klassiker Octopussy zu sehen ist (der laeuft hier jeden Abend in einer der Bars).
Abgesehen von der wunderbaren Kulisse sind die Bettler hier wesentlich aufdringlicher als in Mumbai und die Stadt ist auch ansonsten sehr touristisch. Casey und ich hatten anfaenglich gedacht, uns hier einen Tag laenger zum ausruhen zu goennen, haben aber soeben unsere naechsten Zugtickets (diesmal ohne Warteliste) nach Ajmer am kommenden Montag Morgen gebucht. Ausser einer Menge Touristen und einer schoenen Landschaft drumherum gibt der Ort fotografisch nicht viel her. Werden versuchen uns fuer morgen zwei Motorraeder zu organisieren um damit ein wenig aus der Stadt herauszukommen und das Umland zu erkunden.
Fuer alle daheimgebliebenen Fotografen:
Lest tatsaechlich mal Susan Sontag "Ueber Fotografie". Und ueberlegt mit uns ab wann und warum den Menschen in einer bestimmten Kultur das fotografiert werden ploetzlich suspekt erscheint. Wenn ich in Deutschland jemanden Fremden auf der Strasse um ein Portrait bitte, bin ich zu 20, maximal 50% erfolgreich. hier in Indien sagt fast jeder sofort ja ... manchmal wird man sogar um ein Foto gebeten (und das nicht nur von Kindern). Aber auch hier gibt es schon Misstrauische ... ich bin gespannt, wie sich das die naechsten Jahre entwickelt.
Euch allen ein wunderbares Wochenende und die besten Gruesse aus Indien!
Michi
Udaipur ist beruehmt fuer die umliegenden Seen und den Inselpalast, der auch im Bond-Klassiker Octopussy zu sehen ist (der laeuft hier jeden Abend in einer der Bars).
Abgesehen von der wunderbaren Kulisse sind die Bettler hier wesentlich aufdringlicher als in Mumbai und die Stadt ist auch ansonsten sehr touristisch. Casey und ich hatten anfaenglich gedacht, uns hier einen Tag laenger zum ausruhen zu goennen, haben aber soeben unsere naechsten Zugtickets (diesmal ohne Warteliste) nach Ajmer am kommenden Montag Morgen gebucht. Ausser einer Menge Touristen und einer schoenen Landschaft drumherum gibt der Ort fotografisch nicht viel her. Werden versuchen uns fuer morgen zwei Motorraeder zu organisieren um damit ein wenig aus der Stadt herauszukommen und das Umland zu erkunden.
Fuer alle daheimgebliebenen Fotografen:
Lest tatsaechlich mal Susan Sontag "Ueber Fotografie". Und ueberlegt mit uns ab wann und warum den Menschen in einer bestimmten Kultur das fotografiert werden ploetzlich suspekt erscheint. Wenn ich in Deutschland jemanden Fremden auf der Strasse um ein Portrait bitte, bin ich zu 20, maximal 50% erfolgreich. hier in Indien sagt fast jeder sofort ja ... manchmal wird man sogar um ein Foto gebeten (und das nicht nur von Kindern). Aber auch hier gibt es schon Misstrauische ... ich bin gespannt, wie sich das die naechsten Jahre entwickelt.
Euch allen ein wunderbares Wochenende und die besten Gruesse aus Indien!
Michi
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Tag 4
michaelschrenk, 14:41h
Lange ausgeschlafen, Sachen gepackt, wunderbar (verglichen mit vorigen Erlebnissen) gefruehstueckt, Geld gewechselt und dann ab zum kleinen Ticketoffice das uns die Plaetze auf der Warteliste zum Zug verschafft hatte. Uns wurde versichert, dass Platz 2 und 3 auf der Warteliste praktisch ein sicheres Ticket seien. Dem war dann eher nicht so.
Etwas verzweifelt entschieden wir uns dann doch fuer die teurere, leangere und unkomfortablere Tour per Bus nach Udaipur ... hatten uns beide schon auf die naechste Stadt gefreut und ausserdem darauf, das laute Mumbai zu verlassen.
Etwas resigniert und unmotiviert wanderten wir wieder durch die Strassen und versuchten die Zeit bis zur Abreise um 18:00 rumzukriegen. Am Morgen hatte ich eine Idee fuer eine kleine Serie und begann wenigstens dafuer einn paar Portraits zu machen. Mir waren am Vortag die unterschiedlichen und teilweise wunderschoenen Ornamente auf den Tueren der Taxis aufgefallen ... meine Portraits zeigen nun diese Tueren mit den Logos und darueber die Gesichteer der Fahrer, die aus dem Fenster schauen. Wird recht lustig glaub ich und ich versuche die Serie in Kalkutta und Delhi fortzufuehren.
Am Abend startete dann die grausamste Bustour, die ich je erlebt habe.
In unserem reservierten Sleeper-Abteil war die Fensterscheibe abhanden gekommen und kurzerhand durch eine natuerlich lichtdichte Sperrholzplatte ersetzt worden. Da der Bus komplett ausgebucht war, hatten wir also 17 Stunden in einem sargahnlichen Liegewagen vor uns. Hinzu kamen vergleichsweise kleine Misslichkeiten wie Gestank, zu kalte und nicht regulierbare Aircondition und Hindi-Filme in voller Lautstaerke. Schon eine halbe Stunde nach Abfahrt stand fest: nie wieder Bus.
Etwas verzweifelt entschieden wir uns dann doch fuer die teurere, leangere und unkomfortablere Tour per Bus nach Udaipur ... hatten uns beide schon auf die naechste Stadt gefreut und ausserdem darauf, das laute Mumbai zu verlassen.
Etwas resigniert und unmotiviert wanderten wir wieder durch die Strassen und versuchten die Zeit bis zur Abreise um 18:00 rumzukriegen. Am Morgen hatte ich eine Idee fuer eine kleine Serie und begann wenigstens dafuer einn paar Portraits zu machen. Mir waren am Vortag die unterschiedlichen und teilweise wunderschoenen Ornamente auf den Tueren der Taxis aufgefallen ... meine Portraits zeigen nun diese Tueren mit den Logos und darueber die Gesichteer der Fahrer, die aus dem Fenster schauen. Wird recht lustig glaub ich und ich versuche die Serie in Kalkutta und Delhi fortzufuehren.
Am Abend startete dann die grausamste Bustour, die ich je erlebt habe.
In unserem reservierten Sleeper-Abteil war die Fensterscheibe abhanden gekommen und kurzerhand durch eine natuerlich lichtdichte Sperrholzplatte ersetzt worden. Da der Bus komplett ausgebucht war, hatten wir also 17 Stunden in einem sargahnlichen Liegewagen vor uns. Hinzu kamen vergleichsweise kleine Misslichkeiten wie Gestank, zu kalte und nicht regulierbare Aircondition und Hindi-Filme in voller Lautstaerke. Schon eine halbe Stunde nach Abfahrt stand fest: nie wieder Bus.
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